Montag, 29. November 2010

Manchmal ärgert man sich

Dabei ist das ja überhaupt nicht gut. Und man ist selber schuld. Man ärgert schließlich sich. Sich selbst. Blöd eigentlich. Besser wird man von etwas geärgert. Anderen zum Beispiel. Hans ärgert mich. Etwa. Natürlich kann man auch sagen: "Es ärgert mich, dass Hans mich ärgert". Aber in Wahrheit ärgert man sich da schon wieder selbst. Weil Hans ärgert einen ja nicht wirklich. Im Bestfall weiß er nicht einmal etwas davon. Weil dann hat er es nicht mit Absicht getan. Wenn Hans einen nun wirklich einfach so ärgern wollen würde, wäre das natürlich ärgerlich. Da ist es natürlich schwer, sich dann nicht zu ärgern. Man kann es ja auch nicht so recht beeinflussen. Und somit ärgert man sich eigentlich wirklich nicht. Man wird geärgert. Aber von einem selbst. Blöd eigentlich.

Warten

Ich warte ja eigentlich nicht ungern. Wenn es über einen gewissen Punkt hinausgeht, gewinnt warten einen meditativen Charakter – sofern man nicht zu früh dabei einschläft. Die "Warte-Trance" hat mich schon über einige sehr langwierige und vor allem langweilige Prozesse begleitet und dabei sanft eingelullt. Stundenlange Autofahrten zum Beispiel (nein, nicht am Steuer!). Dennoch bin ich ungeduldig. Ist mir mal wieder bewusst geworden. Immer grad' in den Situationen, die sich nicht in Trance durchtauchen lassen. Weil sie zu lange dauern oder weil es in manchen Situationen auch nicht angebracht ist. Oder weil es alles nur noch schlimmer machen würde. Oder weil es einfach nicht funktioniert. Blöd eigentlich. So eine Universalantwort auf alles, was Geduld erfordert, wäre praktisch. Sich in Geduld üben heisst ja nicht, dass es einem leicht fällt. Man übt nur für den Tag, an dem man geduldig alles über sich ergehen lässt, was das Universum einem an den Kopf wirft. Also eigentlich auch nicht erstrebenswert. Ja. Und jetzt steh' ich wieder am selben Punkt wie vorher. Das hat jemand anders mal sehr schön ausgedrückt. Ja. Das mit dem armen Tor. Aber das ist eine andere Geschichte...

Unvollendet

Das klingt jetzt wie ein Spruch
Doch das ist es nicht
Wenn ich die Augen schließe
Dann seh' ich dein Gesicht
Wenn ich am Morgen aufwach'
Dann denke ich an dich

Das klingt jetzt wie ein Spruch
Doch das ist es nicht

Wenn ich nicht von dir höre
zerreisst es mich
innerlich
Wenn ich nichts von dir sehe
Dann kann ich nicht
Wenn ich dann vor dir stehe
Verwirrt es mich

Das klingt jetzt wie ein Spruch
Doch das ist es nicht

Ich spüre
Wie es im Herzen sticht
Ich höre aber nicht
Was es spricht
Weil rundherum viel zu viel
Glas zerbricht
Die Scherben klirren
Aber schneiden nicht

Das klingt jetzt wie ein Spruch
Doch das ist es nicht

In manchen Augenblicken
Da denk' ich ich verstehe dich
In ander'n Augenblicken
Versteh' ich mich
selber nicht

Das klingt jetzt wie ein Spruch
Doch das ist es nicht

Sonntag, 21. November 2010

Augenblicke einer Wohnung

So ist das. So schaut's aus. Aber mittlerweile eh auch anders. Das sind ein paar Momentaufnahmen. Augenblicke. Und Augenblicke gehen so schnell vorüber. Das ist das Leben. Eine Ansammlung von Augenblicken. Und wenn man die Augen zwischendurch zu lange zu macht, ist es auch schon vorbei.

Mittwoch, 17. November 2010

"Ich hab' mir in den Schuh gebröselt."

Würde mich interessieren, ob diesen Satz nur ich lustig finde. Würde mich auch interessieren, ob diesen Satz vielleicht sogar ich nur jetzt gerade lustig finde. Zumindest die Antwort auf die zweite Frage kann ich mir selber geben. Aber später. Jetzt hab' ich anderes zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte...

Montag, 15. November 2010

Me life is fucked up

me life is fucked up
come give me a rest
'cause make me feel bad
is what you do best

me life is fucked up
come over and see
i hope you are happy
now that you are free

me life is fucked up
and i wanna spit
when i think about
his dick and your clit

me life is fucked up
but you trample my nerves
you'r life's fucked up too
that's what you deserve

me life is fucked up
i stand here and sing
now even feel worse
and that's a bad thing

me life is fucked up
but this is the end
because if there's one thing
then this life i can't stand

me life is fucked up
but i don't give a shit
'cause when i will die
you will worry a bit

Blogger beim Heurigen

Das war heute ein sehr netter Ausklang des World Blogging Forum 2010. In Klosterneuburg beim Heurigen. Sehr schade, dass ich nur an den Socializings und nicht an dem Forum selbst teilgenommen habe. Aber manchmal muss man eben Prioritäten setzen, und ich hatte gute Gründe. Einen guten Grund. Aber der war genug.
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Mittwoch, 10. November 2010

Verwirrung

Könnte bitte jemand die Nummer des LKW notieren, der über meine Seele gefahren ist, dessen Fahrer dann ausgestiegen ist und angefangen hat auf meinen Gefühlen rumzutrampeln? Ich hab's ja erst nicht so mitbekommen, aber die Nachwehen schmerzen jetzt doch. Und außerdem: War die Welt immer schon so? Oder hab ich sie erst so gemacht, indem ich sie genauer beobachtet habe. Und wer hat schon wieder Schrödingers Katze aus dem Backrohr gelassen? Die pisst dann immer genau dorthin, wo man den Gestank der Vergangenheit nicht mehr weg bekommt - und sie zerkratzt das Sofa. Dabei war das doch so teuer. Und ist noch immer nicht abbezahlt. Dafür müssen noch einige Frondienste geleistet werden. Schon beschissen, wenn man jahrelang für Dinge bezahlt, die schon ewig kaputt sind. Ehen zum Beispiel. Aber das ist eine andere Geschichte.