Montag, 23. August 2010

App Inventor for Android

Tipp: App Inventor for Android

Der App Inventor erlaubt es, auch anspruchsvollere Apps für Android-Geräte einfach aus fertigen Modulen zu "basteln". Programmierkenntnisse sind dafür nicht nötig, aber hilfreich.


In den Google Labs finden sich immer wieder interessante Tools und Dienste, die noch nicht reif für den Massenmarkt sind – und es vielleicht auch nie sein werden. Eine der neuesten und interessantesten Technologien, die Google dort präsentiert, ist der App Inventor for Android. Mit der web-basierenden Software die komplett im Browser läuft lässt sich fast jede denkbare Android-Anwendung erstellen – von einfachen Spielen bis hin zu anspruchsvolleren Anwendungen.

<b>APPS FÜR ALLE!</b>
Das Tool soll nicht Entwickler ansprechen, sondern interessierte Nutzer. Deswegen werden auch keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt. Die einzelnen Befehle, Schleifen und Abfragen werden als "Blöcke" mittels eines "Werkzeugkastens" einfach zusammengeklickt. Natürlich schadet es nicht, wenn man etwas Erfahrung im (objektorientierten) Programmieren mitbringt. Für beinahe jede Funktion eines Android-Handys (etwa GPS, Kamera, Abfrage des Neigungssensors, etc.) sind bereits fertige Blöcke vorhanden, die einfach mittels Drag&Drop platziert und kombiniert werden können.

Derzeit befindet sich der App Inventor noch im Beta-Stadium. Das bedeutet, dass er noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist. Man kann sich nur "anmelden" und auf eine Freischaltung durch Google hoffen – was im Falle der auf normalem Wege durch Computerwelt.at erfolgten Anmeldung einige Wochen gedauert hat. Außerdem werden nicht alle Android-Geräte unterstützt. Für das zum testen des Dienstes benutzte HTC Legend beispielsweise war es nötig, die offiziell von Google bereit gestellten Gerätetreiber etwas zu modifizieren. Für gängige Geräte stellt das jedoch keine große Herausforderung dar und ist nur mit einer kleinen Internet-Recherche sowie mit dem Eingriff in eine .INF-Datei verbunden.

<b>VOM BROWSER AUFS HANDY</b>
Während man programmiert muss das Smartphone via USB mit dem Computer verbunden und im USB-Debug-Modus sein, der sich bei den meisten Android-Geräten im "Anwendungen"-Menü bei dem Unterpunkt "Entwicklung" aktiviert werden kann. Alle Änderungen am Programmcode werden dann sofort auch am Display des Smartphones dargestellt, man sieht also quasi "in Echtzeit" wie die eigene App entsteht. Ist die Applikation fertig, kann man sie entweder direkt und ohne Umwege aus der Weboberfläche am Handy installieren, sie auf den PC herunterladen oder mittels einem Barcode via Handy herunterladen. So lässt sie sich auch mit anderen teilen, ohne sie in den Android Market hochladen zu müssen.

Mit dem App Inventor for Android hat Google eine nette Entwicklungsumgebung für Android-Geräte präsentiert, die vor allem bei interessierten Usern gut ankommen könnte. So einfach ließ sich möglicherweise noch nie ein Smartphone-Programm für den Hausgebrauch "zusammenschustern". Außerdem bietet sie sich auch dafür an, Jugendlichen Lust auf das Entwerfen eigener Anwendungen zu machen – sofern in der Klasse genügend Android-Geräte verfügbar sind. (rnf)

Unschärfe statt Fokus

Nein, das hat jetzt nichts mit der hohen Kunst der Fotografie zu tun. Außer, dass ich mir ein Bild mache - wenn auch innerlich. Andererseits mache ich dieses Bild auch dem Leser, der diesen Beitrag konsumiert. Insofern ... egal. Darum geht es nicht.

Viel mehr geht es um das Bombardement mit Eindrücken, dem man sich als Mitteleuropäer kaum entziehen kann und darf (darf im Sinne einer Beeinflussung von außen, keine innere Stimme). Diese Eindrücke kommen von überall her: Seien es die Medien, die ihre “Botschaften” über die verschiedensten Kanäle vertreiben - ist ja schließlich eine Ware. Und “Botschaften” ist auch relativ, das weiß jeder der schon in diesem Business gearbeitet hat. Seien es Mitmenschen, die dann teilweise auch wieder als Kanäle dieser Medien fungieren und die Inhalte transportieren. Oder auch ihre eigenen Inhalte.

Dazu kommt noch, neben der Vielfalt des Bombardements, auch die Geschwindigkeit. Mag sein, dass ich alt werde, aber langsam wird’s ein bisschen viel, oder? Der Begriff “Entschleunigung” wird mir immer sympathischer. Aber was kann man tun, um sich zu entschleunigen? Jährlich einen fixen Zeitraum für das Social-Media-Fasten bestimmen? Sich darauf beschränken, E-Mails nur 1-2 mal täglich zu checken? Oder einfach aufhören 24/7 den Firmen-Mailaccount im Auge zu haben und ständig nachzusehen, was denn gerade auf Twitter und Facebook so los ist?

Ach Gott, ich weiß ja selber nicht was das ganze soll. Ich für meinen Teil verzichte jedenfalls mittlerweile größtenteils auf die private Nutzung von Social Networks sondern bediene mich ihrer nur, wenn es auch wirklich Sinn ergibt. Beruflich sieht die Sache natürlich etwas anders aus. Allerdings ist die Trennung von beruflich und privat auch nicht mehr so leicht, wie es einmal war.

Ja, manchmal wünsche ich mir die Zeit der Viertel-Telefone und permanenten Unerreichbarkeit zurück. Das ist jetzt zwar der verklärte Blick des Romantikers, aber rund um die Uhr verfügbar zu sein schlaucht - selbst wenn einen grad eh keiner will.

Noch dazu wird durch Social Networks eine künstliche Nähe erschaffen, die dann oft keine ist. Natürlich hat das schon seine Vorteile, keine Frage. Aber eben auch seine Nachteile. Der richtige Umgang mit den neuen Möglichkeiten will eben auch erst erlernt werden. Wenn man sich an die ersten Handytelefonierer zurückerinnert kann man durchaus Parallelen zu heutigen Facebook-Nutzern ziehen. Insofern ist also die Hoffnung da, das alles besser wird.

Seltsam?! Aber so steht es geschrieben. Hier zumindest.

Dienstag, 17. August 2010

UPC on Demand? Ja, aber nur wenn man ...

Also, ich mag UPC ja. Ich bin schon jahrelang Kunde, habe meinen Account mittlerweile in die dritte Wohnung quasi mitgenommen. Aber ich bin scheinbar auch leicht masochistisch veranlagt ;) Hin und wieder fällt das Internet aus, meist nicht für länger als 2 Stunden. Man surft schnell genug, wenn auch sicher selten bis nie mit der beworbenen Geschwindigkeit. Aber das kennt man ja. Telefon fällt noch seltener aus, und TV sowieso fast nie. Von gelegentlichen Rucklern mal abgesehen. Aber wieso, WIESO?, funktioniert On Demand nur wenn es will? Manchmal geht es wochenlang problemlos, dann monatelang überhaut nicht. Ohne Änderungen an meiner lokalen Verkabelung, Gerätelandschaft, etc. Von den bemühten Technikern am Telefon bekommt man jedes Mal eine andere Erklärung präsentiert, aber immer, IMMER!, ist auch ein "eigentlich wissen wir es selbst nicht so genau, das liegt am Hersteller", oft noch mit einem "aber bei den teureren Digi-Boxen kommt das viel seltener vor" angeschlossen, dabei. Das verstehe ich nicht. Wollen wir mal die Verschwörungstheorie außen vor lassen ("Die wollen doch nur, dass man sich eine teurere Box holt"). Aber wieso gibt es seit Jahren keine Lösung für das Problem? Blöd wie ich bin würde ich dutzende Euros im Monat für On Demand-Filme ausgeben. Ich verstehe es einfach nicht. Noch weniger als Krieg. Aber das ist eine andere Geschichte... 

Wappwolf got e-ink

Die Wappwölfe haben da einen interessanten Webservice. Man kann "Apps" in Ketten als Workflows anordnen. Oben wirft man ein Dokument ein, unten kommt dann das verarbeitete und veredelte Endprodukt raus. Wie gesagt: Es verarbeitet nur Dokumente. Aber das kann sich ja noch ändern. Außerdem kann man ja nie wissen, wie sich etwas entwickelt. Da stark auf Community-Bildung gesetzt wird, könnten durhaus einige sehr interessante Workflows entstehen. Leider kann man es sich noch nicht selbst ansehen, Launch ist erst im September bei der DEMO Conference in USA. Mehr unter diesem Link -> Wappwolf got e-ink